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Vereinsaktivitäten der letzten Jahre

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Das Jahr 2017 begann mit einem Mikrotomie-Workshop.

Mikrotomie Workshop

  • Schlittenmikrotom
  • Mikrotomschlitten ölen

Im Februar 2017 leiteten Martina und Günther Zahrt einen Mikrotomie-Workshop, der am Freitag mit einer theoretischen Einführung begann und am Wochenende mit praktischen Übungen fortgesetzt wurde. Zu dem Workshop brachten sie in Paraffin eingebettete Pflanzenteile oder Tiergewebe mit. Damit der Paraffinblock nicht zu weich ist, sollte der Paraffinblock zum Schneiden kühl sein (etwa 17° Celsius). Hierzu wurden zum Beispiel Eiswürfel oder ein Lüfter benutzt. Zum Schneiden der Paraffinblöcke standen drei Schlittenmikrotome zur Verfügung. Bei einem Schlittenmikrotom gleitet eine Klinge horizontal auf einer geölten Schiene entlang. Der Paraffinblock wird durch Zahnräder und Gewinde einige Mikrometer nach oben gehoben, so dass die Klinge nur einen dünnen Teil des Blocks abtrennt (etwa 25 Mikrometer). Dabei ist es sinnvoll möglichst die gesamte Klingenlänge zu nutzen.

  • Mikrotomschnitte
  • Mikrotomschnitte mit Pinsel abnehmen
  • Streckbad
  • Wärmeplatte

Die Mikrotomschnitte wurden mit Pinseln von der Klinge abgenommen. Damit sich die Schnitte nicht zusammenrollen, sollten sie beim Schneiden angepustet werden. Mit dem Pinsel wurden die Schnitte in ein Streckbad mit entmineralisiertem Wasser bei etwa 43° Celsius geglättet - die glänzende Seite des Schnitts sollte möglichst nach unten. Zur Vorbereitung des nächsten Schritts sollte ein Objektträger mit einem mehrfach gewaschenen Leinentuch ordentlich gereinigt und mit einem Gravurstift die Oberseite des Objektträgers markiert werden. Der Schnitt konnte jetzt aus dem Streckbad mit senkrecht eingetauchtem Objektträger entnommen werden. Anschließend wurde auf einer Wärmeplatte bei etwa 50° Celsius der Objektträger getrocknet. Die Schnitte sollten möglichst lang - zum Beispiel über Nacht - getrocknet werden, da sie sonst beim Färben vom Objektträger wegschwimmen.

  • Entparaffinieren mit Xylol
  • Schnitte färben

Als nächstes wurde mit zweimal Xylol jeweils 10 Minuten das Paraffin aus den Schnitten geholt und anschließend das Präparat über eine absteigende Alkoholreihe in destilliertes Wasser überführt (je 5 Minuten in 100%, 100%, 90%, 70%, 50%, 30% Isopropanol).

Je nach Gewebe konnten jetzt die Schnitte mit den entsprechenden Farbstoffen gefärbt werden. Für Pflanzenschnitte bot sich die Wacker-Färbung oder zum Beispiel Etzold-Blau an. Dabei verbrachten die Schnitte einige Minuten in der Färbelösung, die danach mit Wasser abgespült wurde. Anschließend wurde das Wasser durch Isopropylalkohol entwässert, der Alkohol vom Objektträger gekippt und schließlich der Schnitt mit Euparal oder Eukitt eingedeckt, so dass er haltbar wurde.

Nicht zu vergessen: der Objektträger sollte ordentlich beschriftet werden, so dass auch in einigen Jahren noch klar ist, welches Gewebe auf dem Objektträger zu sehen ist und womit gefärbt wurde.

  • Schnitte mikroskopieren
  • Abschluss Mikrotomiewochenende
  • Mohnkapsel, Etzold-Blau-Färbung
  • Clematis, Wacker-Färbung

(zum Vergrößern auf die unteren Bilder klicken)

Danke an Martina und Günther Zahrt für die aufgewendete Zeit und die Einblicke ins Herstellen von Präparaten.

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